
Mehrwert für Ihre Praxis:
Validierte Daten statt Vermutungen.
Die Problemstellung: Der osmotische Stress-Faktor
Herkömmliches Leitungswasser fungiert bei atopischen Hautzuständen oft als unerkannter Trigger. Kalkaggregate, Chlorrückstände und eine disharmonische Ionenstruktur erzeugen osmotischen Stress, der den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) forciert. Die Haut verliert unter dem Einfluss von unaufbereitetem Wasser aktiv Feuchtigkeit, statt sie zu speichern.
Der Lösungsansatz: System-Architektur statt Standard-Filter
Unser Ansatz im TZL Ludwigshafen basiert auf einer individuellen System-Projektierung. Wir betrachten das häusliche Wassersystem als externen Teil der Barriere-Therapie:
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Präzision: Validierung der lokalen Wasserchemie durch ein physisches Trinkwasser-Audit vor Ort.
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Veredelung: Molekulare Restrukturierung und Filtration zur Wiederherstellung der physiologischen Akzeptanz des Wassers.
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Sicherheit: Implementierung zertifizierter Verkeimungsschutz-Systeme für den sensiblen medizinischen Kontext.
Die Mission: Datengestützte Evidenz (Die TZL-Studie)
Wir kombinieren Technologie mit wissenschaftlicher Begleitung. Im Rahmen der 24-monatigen Anwendungsbeobachtung dokumentieren wir systematisch die Korrelation zwischen optimierter Wasserqualität und dem klinischen Verlauf der Neurodermitis.
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Daten-Souveränität: Patienten und behandelnde Fachkräfte erhalten strukturierte Verlaufsberichte.
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Validierung: Transformation von subjektivem Wohlbefinden in objektivierbare Datenreihen.
Klinische Evidenz: Der Einfluss von Wasserparametern auf die atopische Hautbarriere
Ein Review der aktuellen Studienlage und die daraus resultierende TZL-System-Architektur.

In der dermatologischen Forschung der letzten Dekade hat die Qualität des häuslichen Leitungswassers als exogener Faktor für die Integrität der Hautbarriere massiv an Bedeutung gewonnen. Während klinische Studien die Kausalität zwischen Wasserhärte und Ekzembildung belegen, fehlte bisher die Brücke zur praktischen, systemischen Lösung im Patienten-Alltag.
1. Der Stand der Forschung: Die wichtigsten Studien
A. Die SWET-Studie (University of Nottingham)
Die „Softened Water Eczema Trial“ (SWET) war eine der ersten großangelegten Untersuchungen zum Einfluss von Wasserenthärtung auf Neurodermitis bei Kindern.
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Erkenntnis: Es wurde eine signifikante Korrelation zwischen der lokalen Wasserhärte und der Prävalenz von Ekzemen nachgewiesen.
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Das Defizit: Die Studie fokussierte sich isoliert auf den Ionenaustausch (Enthärtung), vernachlässigte jedoch andere physikalische Parameter wie die molekulare Struktur und chemische Rückstände (z. B. Chlor), was die uneinheitlichen klinischen Ergebnisse miterklärt.
B. Die Sheffield-Studie (University of Sheffield, 2017)
Ein Team um Dr. Simon Danby untersuchte die biochemischen Mechanismen an der Hautoberfläche.
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Erkenntnis: Kalkhaltiges Wasser erhöht die Ablagerung von anionischen Tensiden (aus Seifen) auf der Haut. Calcium- und Magnesium-Ionen interagieren mit den Lipiden der Hautbarriere und erhöhen deren Durchlässigkeit für Reizstoffe.
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Fazit: Hartes Wasser wirkt als Katalysator für Barriere-Schäden.
2. Die Differenzierung: Warum die TZL-Anwendungsbeobachtung weitergeht
Während die akademische Forschung wertvolle Basiserkenntnisse liefert, bleibt sie oft im Bereich der isolierten Parameter stehen. Die im Technologie-Zentrum Ludwigshafen (TZL) entwickelte System-Architektur setzt dort an, wo die klinische Forschung aufhört:
Aspekt Klassische Studien (z.B. SWET)TZL-System-Architektur
Fokusisolierte Enthärtung (Ionenaustausch)Ganzheitliche Veredelung & Strukturierung
Parameter Nur Kalkgehalt Kalk, Schadstoffe, Redox-Potential, Struktur
Zielsetzung Kurzzeitige Symptom-Beobachtung Langfristige Barriere-Stabilisierung (24 Monate)
Anwendung Labor- oder Standardbedingungen Individuelles Audit & Projektierung vor Ort
3. Synergie für die Praxis
Wir verstehen unsere Arbeit als praktische Fortführung der dermatologischen Forschung. Wir nutzen die Erkenntnisse der Universitäten Sheffield und Nottingham, um eine Infrastruktur zu schaffen, die den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) im häuslichen Umfeld messbar reduziert.
Für Mediziner bietet die Zusammenarbeit mit uns im Technologie- und Innovationszentrum in Ludwigshafen a. Rh. die Möglichkeit, die Variable „Wasser“ in der Anamnese nicht nur zu benennen, sondern durch eine validierte System-Lösung aktiv zu kontrollieren.
Wissenschaftliche Referenzen & weiterführende Literatur
[Wissenschaftlicher Nachweis: Der Einfluss von Wasserhärte auf die epidermale Barrierefunktion]
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Danby SG, et al. The effect of water hardness on surfactant deposition after washing and barrier function in atopic dermatitis. Journal of Investigative Dermatology. 2018;138(1):68-77. doi:10.1016/j.jid.2017.08.037.
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Thomas KS, et al. A multi-centre, randomised controlled trial of ion-exchange water softeners for the treatment of eczema in children (SWET trial). PLoS Medicine. 2011;8(2):e1000395. doi:10.1371/journal.pmed.1000395.
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Perkin MR, et al. Ensuing effects of hard water and skin barrier function in infancy. Journal of Allergy and Clinical Immunology. 2016;138(2):509-516. doi:10.1016/j.jaci.2015.12.1316.
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Gfatter R, et al. Effects of water and different soaps on the skin surface of the human newborn. Dermatology. 1997;195(4):358-62. doi:10.1159/000246038.

Die vergessene
Variable
Warum die Qualität des Leitungswassers über den Erfolg der Hauttherapie mitentscheidet